Widerstand im linken Spektrum

Unbemerkt von vielen KritikerInnen der linken Bewegung in Deutschland, formiert sich im linken Spektrum, insbesondere in Teilen der Linksjugend [’solid] eine Opposition, die nicht mehr bereit ist, die Augen vor dem Faschismus-Problem des Islamismus zu verschließen.

Vorbei scheinen die Zeiten, in denen es in weiten Teilen des Links-Spektrums hingenommen wurde, dass man als antimuslimische/r RassistIn beleidigt wurde, weil man sich kritisch mit der AKP, der Muslimbruderschaft, Hamas oder den Grauen Wölfen beschäftigte und ein antifaschistisches Maßnahmen-Paket gegen diese und ähnliche Gruppierungen forderte. Zwar muss man sagen, dass der Aufschrei der Opposition noch nicht mehrheitsfähig ist und wahrscheinlich vorerst ein kleines Licht im Dunkeln des vorauseilenden Gehorsams einflussreicher Linker darstellt, doch aufhalten wird sich diese Entwicklung nicht mehr lassen.

Zu klar sind die logischen Schlussfolgerungen, zu klar sind die Fakten, dass islamistische Gruppierungen all das wiederspiegeln, was dem anti-klerikalen Geiste der Linksbewegung zu wider laufen sollte. Wir befinden uns am Scheideweg, an dem Widerstand zur Pflicht wird. All jene, die sich dieser Veränderung und Reform in den Weg stellen, werden von der argumentativen Lawine der Aufklärung und Vernunft überrollt werden, davon bin ich fest überzeugt.

Die GenossInnen werden nicht mehr 2+2=5 mit Staub auf den Tisch schreiben, sie werden aufbegehren und sich endlich den Kräften in der muslimischen Community zuwenden, die Menschenrechte, individuelle Freiheit und die Trennung von Staat und Religion konsequent einfordern, ohne wenn und aber.
Vorbei ist die Zeit, in der Dachverbände wie DITIB, der Zentralrat der Muslime (ZMD) oder der Islamrat (Millî Görüş kontrolliert) unwidersprochen ihren islamistischen, antisemitischen und teils ultra-nationalistischen „Hintermännern“ freien Zugang zu politischen Debatten und politischem Mitspracherecht verhalfen.

Solidarität mit Muslimen darf niemals Solidarität mit dem Islamismus bedeuten, der wie Sineb El Masrar (Muslimisches Forum Deutschland – MFD) es treffend formuliert hat, die islamische Welt von Marokko bis Indonesien in den Abgrund gestürzt hat. All die liberalen und säkularen Muslime schreien nach der Solidarität der linken Bewegung, die stattdessen in Teilen den RepräsentantInnen des Islamismus ein Podium bietet. Wie lange ist dieser Zustand noch tragbar, wie lange wollen wir noch die Augen verschließen?

Am 26. Mai 2017 wird Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime (ZMD), auf dem „Marx Is Muss“-Kongress in Berlin sprechen. Ein Mann, der in seinem Verband islamistisch-antisemitische Muslimbrüder, Menschen aus dem Graue Wölfe-Spektrum und Vertreter des Folterregimes in Teheran in Spitzenpositionen agieren lässt. Wer diesem Mann kritiklos ein Podium auf einem antifaschistischen Kongress bietet, wird sich in Zukunft nicht nur vor einer jungen, aufgeklärten Generation von GenossInnen verantworten müssen. All jene, die jetzt noch schweigen, werden sich ohne wenn und aber vor der Geschichte verantworten müssen.

Muslime wie Ahmad Mansour, Mouhanad Khorchide, Lale Akgün oder Sineb El Masrar warten auf die unterstützende Hand des linken Spektrums. Sie wollen nicht mehr wie „Kuscheltiere“ behandelt werden, sie wollen sich Kritik offen stellen und gemeinsam mit der nicht-muslimischen Mehrheitsgesellschaft Konzepte erarbeiten, um dem Islamismus-Problem in ihren eigenen Reihen etwas entgegen zu setzen. Nutzen wir diese Chance und zeigen all den Islamisten die rote Karte als Teil des antifaschistischen Kampfes.


Mit antifaschistischen Grüßen
Schmalle


2 Antworten auf „Widerstand im linken Spektrum“


  1. 1 Felix S 04. Mai 2017 um 13:18 Uhr

    Danke! Sehr ermutigend so etwas zu lesen – hoffe, die Einsicht breitet sich weiter aus!

  2. 2 Ivan Grünbaum 05. Mai 2017 um 8:14 Uhr

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    - „Prometheus“ von Goethe

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